Da versprechen uns die Klimaexperten seit Jahren eine Warmzeit – und dann das. Zugegeben: Noch kein Winter wie in den 60ern oder 1978/79. Aber es reicht. Und wie müssen erst die armen Berliner momentan leiden – oder gelitten haben.
Dabei hatte ich mich so gefreut … Auf eine Warmzeit wie bei den alten Römern, als man angeblich ohne Winterausrüstung die Alpen überquerte. Gut, ich überquere die Alpen heute nicht mehr – aber die Vorstellung ist doch tröstlich. Skifahren? Mag ohnehin auch nicht mehr jeder. Statt Rodelbahn: Wasserrutschen im Freizeitpark. Oder nehmen wir das mittelalterliche „Klimaoptimum“ von 900 bis 1300 nach Christus. Weinbau in Nordeuropa, volle Speicher, meist zufriedene Menschen. Kein Heizkostenzuschuss, keine Wärmepumpenpanik, kein moralisch aufgeladenes Thermometer, keine CO2-Steuer!
Ich hatte mich jedenfalls eingerichtet:
Kein Schneeschippen mehr.
Kein schlechtes Gewissen wegen Streusalz.
Heizöl oder Strom höchstens noch für die luxuriöse Erwärmung des Duschwassers.
Und was bekomme ich stattdessen? Kälte. Schnee. Glätte. Heizkosten. Und Experten, die mir erklären, dass genau das nun der Beweis für die Erwärmung sei. Wie kann man solchen Experten eigentlich noch vertrauen? Oder einer Luisa Neubauer, die selbst aus einer Warmzeit eine Katastrophe zu konstruieren vermag.
Ich sage: Ich habe fertig mit diesen Leuten. Glaubts mir.
Niemand sollte so krank werden, dass er stationär in ein deutsches Krankenhaus muss. Nicht nur wegen der Krankheit. Sondern wegen des Essens. Was Patienten dort vorgesetzt bekommen, hat mit Ernährung nichts zu tun. „Fraß“ ist noch freundlich formuliert. Es ist systematisch geschmacksneutral, nährstoffarm und offenbar mit dem Ziel produziert, jede Freude am Leben endgültig zu beseitigen.
Ich war in den letzten fünf Jahren mehrfach stationär: Kreisklinik, „Herzzentrum von Weltruf“, renommierte Uniklinik. Medizinisch alles weitgehend okay. Aber kulinarisch überall dasselbe Elend. Wer glaubt, das sei ein Einzelfall, sollte einfach mal im Bekanntenkreis nachfragen. Lob für Krankenhausessen ist die seltenste Diagnose.
Bei der Aufnahme bekommt man einen Speiseplan, der Auswahl vorgaukelt: Vollkost, Schonkost, vegetarisch, vegan. Frühstück und Abendessen mit vielen Optionen. In der Realität landet fast immer Graubrot, eine Scheibe Gouda und tiefgekühlte Butter auf dem Tablett. Bestellungen gehen regelmäßig schief. Organisation? Fehlanzeige. Fleisch gibt es ausschließlich halal, alles mit dem Zusatz „ohne Schwein“. Geschmack ebenfalls ohne. Was wohl notwendig, von der Sache her angebracht erscheint. Geht man durch die Aufenthalts- und Ambulanzbereiche der Klinik, hört man ja kaum mehr ein deutsches Wort – überwiegend arabisch, türkisch und andere Idiome. Der wöchentliche Speiseplan wiederholt sich wie eine Drohung: Sauerbraten als Schuhsohle in brauner Pampe. Frikadellen in braunem Pampf. Ragout aus undefinierbaren Fleischresten. Mittwoch: Zwangs-Veggie-Tag – kulinarische Körperverletzung mit pflanzlichem Feigenblatt. Die georderten Suppen am Abend schmecken salziger als jede Maggi-Plörre. Joghurt und Milchreis kommen zuverlässig kurz vor Ablaufdatum. Frisch ist hier höchstens der Frust.
Wer glaubt, Ernährung spiele für Genesung, Immunsystem oder psychische Stabilität eine Rolle, muss feststellen: deutsche Krankenhäuser sehen das anders. Hier wird man medizinisch behandelt – und nicht nur kulinarisch bestraft.
Aktuell liegt meine Frau in einer Klinik. Die Zustände haben sich kein Stück verbessert. Essen ist dort keine Unterstützung der Heilung, sondern Teil des Problems.
Man kann medizinisch Weltklasse sein. Wenn man seine Patienten aber täglich so füttert, signalisiert man vor allem eines: Du bist hier kein Mensch. Du bist eine Kostenstelle.
„I have been in conferences with them, with the Communists, when they lie on a physical thing. They lie. They know they are lying. They know we know they are lying and still they lie, and it doesn’t hurt their conscience one bit when it is pointed out, because if they have the power, they don’t care.“ Admiral Arleigh Burke
Sie lügen und manipulieren immer dreister und der „Journalist“ und ZDF-Moderator Markus Lanz ist inzwischen zu einer Symbolfiguer dafür geworden.
In den Zeiten, da in den Medien Wahrheit und Objektivität noch mehr zur Bückware geworden sind, muss man sich einmal mehr die Repräsentanten und Protagonisten vor allem der sog. Qualitätsmedien und des ÖRR vornehmen.
Was die Medien uns heute in der Mehrzahl bieten, braucht man nicht gleich als Lüge bezeichnen, Falschdenk, Falschsprech, Wortschummel, Wahrheits-Cheat geht auch. Die meisten wissen, dass z.B. „türken“ umgangssprachlich „fälschen“ oder „etwas Unechtes für echt ausgeben“ bedeutet. Darf man von Türkenpresse oder vielleicht Türkpresserei sprechen, und damit gleich den „alltäglichen deutschen Rassismus“ aufleben lassen?
Gehen wir in dem folgenden Fachwortschatz von Schimpfwörtern für die Medien und deren Spitzenkräften und Vertreter vom Allgemeinen zum Speziellen vor.
Presse, Fernsehen und Rundfunk allgemein:
Quatschquetsche, Sperrtute, Sprechdreckspritze, Großfresse, Meinungsmache (E.W.G.). Das Flunker-TV liefert uns demnach der Flunkerkasten oder Bequasselungsautomat, den man auch als GEZahlapparat sehen kann, der uns dann den Tumbfunk liefert.
Zeitungen bzw. Presse:
E.W.G dazu: Schwindelpapier, Nachrichten-Kuhhaut, staatlich geförderte Schwindelverbreiter, Morgen-, mittags- Abendgeheul, Wörterdrecksumpf, Unmenschgaukel, schwarzweißkünstlerischer Blätterteig, Falschdenktute, Quatschtunke. Für das Feuilleton findet er Bezeichnungen wie Schmusgebackenes, Modeschwafel, Schönquasseleipapier, Quatsch mit Zauberzimt. Dazu Wortqualm, Wortdreckhaufen, Schlagwortschaum und Meinungs-Dungspüle. Mir kommt dazu der Dunstkohl, Käseblättchenschwatz, das Laberpapier und der Meinungs-Abtritt in den Sinn
Journalist und Reporter:
Allgemein veraltet: Schmock. Allesbeschnüffler, Gedankenmanscher, Meinungsspalter, Wahrheitssperrer, Volksspalter, Sprachbandwürmler, Wortschummler, Schwindelmacher, tintenklecksender Volksschinder. Wenn der Journalist noch einen Bleistift verwenden sollte, ist er gewiss auch ein Spitzerbube. Und dann fällt mir dazu noch der Federsklave ein; der Schmarrprophet, Be-Richter, Sabberlotter, Besserwissi, Indoktrinator, Zeterfeder, Informationsräuberich, Dünk-Deuchter, Auskunftsbutje, Volkskuranzer, Larifari-Laffe, der Lügengeck und Gutdünkler, Lotterbube, Müßiggangster, Gedankenpriemer, Schmei-Rhetoriker, Humbugler, Hundsfotter, Regierungskratzfüßler, Flausenfreund und Flachserfinder, Fakten-Fucker, Meinungsschwofler, Bockshorn-Treiber und Fisimatenten-Schöpfer. Alle sind Hassheizer und Achtgroschenjungen2.
Moderator/Moderatorin:
Die Mietgesichter vom ÖRR wie Kerner, Klammroth, Lanz, Will, Ilgner, Maischberger usw. oder zu den Schranzen von Heute, Tagesthemen und dem Morgenmagazin: Possenreißer, Meinungsmacker, Studio-Schwengel, Sender-Luder, Studio-Stutzer, Stunk-Anheizer, Remmidemmiker, Talk-Duttengretel, Meinungs-Hupfdohle, Krampfhenne, Televisons-Trätsche, Tschüssikowski, Haderhetzer, GEZ-Kokotte, MoMalette, MeTusse und Ulkschwätzer, Ab-lapper, Meinungsbetanker, Klitscher, Philistrierer, Karfiol-Schwätzer, AfD-Piesacker und Populistenmeuchler, Wahrheitsheuchler. Zum Nachrichtensprecher kam mir der Stunden-Salbader in den Sinn.
(Auslands-) Korrespondent:
Da denke ich an: Schlachtenbummler, Landstreicher (Treber), Schnurrensucher, Konflikt-Vaganten, Maulaffen-Feilhaber, Stegreif-Schwafler, Griesgramer.
Und über allem thront der
Indendant:
als Geschäftsführender Spaßgesellschafter. Der Qotenstreber, Gebühren-Dützer, Inkommodant, Penunzant, Audience-flow-Kraxler, Influenzler, ÖRR-Nabob.
Kann fortgesetzt werden und für Ergänzungen bin ich dankbar. Die Begriffe sind natürlich zur Verwendung freigegeben und für meine Kreationen bestehe ich nicht auf ein „Copyright“. Ich bin mir auch sicher, das keiner meiner Leser auf die Idee kommt, das eine oder andere Wort irgendwo an die Wand zu schmieren.
1 Ewald Gerhard Seliger: Handbuch des Schwindels, Insel Taschenbuch, Frankfurt 1986
2 Käuflicher Verräter oder Denunziant. Ein altherkömmlicher, in Vergessenheit geratener Begriff. Erklärung: Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts zahlte die Polizei einem Informanten acht Groschen für die Anzeige einer Übeltat.
Als „Held“ kriegst Du heute einen kostenlosen Filterkaffee.
Wenn Du bei KI eingibst: „Held heute und einst“ – erhältst du ein Geschwurbel über heutige „Helden“. Über Personen, die eigentlich nur irgendeiner Beschäftigung nachgehen, die das offensichtlich noch tun.
Auf Joschka Fischers Verdikt wird nicht eingegangen: «Deutsche Helden müsste die Welt, tollwütigen Hunden gleich, einfach totschlagen.»
Auf die Verwässerung des Begriffs hingewiesen erscheint dann endlich dies hier:
„Heldentum beginnt erst dort, wo jemand mehr riskiert, als er müsste. Zeit. Ruf. Sicherheit. Karriere. Manchmal Leben. Heldentum passiert, wenn jemand mehr tut, als erwartet wird etwas riskiert, obwohl er auch bequem wegsehen könnte, und nicht sicher sein kann, dass es sich für ihn lohnt. Alles andere ist wichtig, ehrenwert, notwendig —aber eben normal. Normalität braucht Respekt, Heldentum braucht Ausnahme. Oder zugespitzt: Nicht jeder, der arbeitet, ist ein Held. Aber jeder Held arbeitet — zumindest an dem einen entscheidenden Punkt. Arbeit ist kein Heldentum. Sie ist Pflicht.“
Zwei Sätze aus seinem Roman „Im Schnee“, der im Oberfränkischen spielt, will ich vorstellen, da sie zu meiner Philosophie passen, als Motto für meinen Schreiben dienen:
„Und auch ein Wunder, was man so alles in seinem Kopf findet, wenn man nur ein wenig darin herumsucht. Oder auch, wie man manchmal darauf gestoßen wird. … Wenn dann die Menschen starben, waren die Geschichten weg. Und damit alles, was sie wussten und was sie verschwiegen hatten.“
Ich überlasse es dem geneigten Leser, dies zu interpretieren oder anzuwenden.
Ich weiß nicht, was meinen Vater geritten hatte, als er beschloss, diesmal einen Christbaum selbst im Wald zu schlagen. Damals – Ende der Fünfziger, Anfang Dezember. Es war immer noch kein Weihnachtsbaum im Haus, und die ersten Weihnachtsfeiern standen bereits an: Die Sportler, der Volkschor, die Sudetendeutschen und die Schlesier hätten denn ihre Feiern im Sternsaal, ohne den obligatorischen Christbaum begehen müssen. Also beschloss mein Vater, diesmal nicht erst über den Huttarsch für den Stern einen Baum zu bestellen, sondern selbst zu Axt oder Säge zu greifen. Begründung: „Früher haben wir uns den Christbaum immer selbst aus dem Wald geholt. Zwar erst am Tag vor Heiligabend, aber das war Tradition!“ Wollte er wohl die Tradition aus seiner alten Heimat, dem Böhmerwald, wieder aufleben lassen? Doch wie den Baum transportieren? Vater entschied, mit dem Viehanhänger in den Wald zu fahren – mit demselben, in dem sonst Säue oder Rinder transportiert wurden. Er hatte sich ein Waldstück hinter Wannberg ausgesucht, am Hang hinunter zum Püttlachtal. Und er behauptete dreist, er kenne den Bauern, dem das Stück gehörte, und der hätte „sicher nichts dagegen“. Dort gäbe es zudem besonders schöne Tannen und Fichten. Ich sollte als Aufpasser mitfahren – und es wäre ja Tradition und ein Abenteuer für mich. Wieso eigentlich Aufpasser? Und wieso Abenteuer, wenn der Waldbesitzer angeblich Bescheid wusste? Das Problem begann schon mit der Zufahrt: ein enger Forstweg ohne Parkmöglichkeit tief im Wald. Wie sollte man dort mit dem Gespann wenden? Also stellten wir den Opel samt Anhänger etwas abseits der Straße nach Pottenstein ab. Es war vier Uhr nachmittags und noch hell, als wir unseren Raubzug begannen. Ich trug den Fuchsschwanz aus der Werkzeugkiste meines Großvaters, er eine Axt. Die Suche nach einem geeigneten Baum gestaltete sich jedoch schwierig – und mit jedem Schritt wurde es dusterer im Wald. Vater hatte zwar eine alte Wehrmacht-Taschenlampe dabei, die er an einen Knopf seiner Metzgermeister-Jacke geheftet hatte, aber es wurde schließlich doch knapp. Nach langer Suche entdeckte er eine Fichte, größer als er selbst, wenn auch nicht ganz so kräftig wie erhofft. Er nahm die Säge und „ritze-ratze voller Tücke, in die Fichte eine Lücke“ wurde Hand angelegt. Ich musste den Baum halten, „damit keine Äste abgeknickt werden!“ Der Stamm erwies sich als dicker und zäher, als das gesuchte „Bäumchen“ vermuten ließ. Vater war schließlich stolz, wirkte aber für mich gleichzeitig so, als würde er überlegen, ob man für Baumschlag ohne Erlaubnis in den Zuchthaus-Advent käme.
Zu Hause wurde der Baum erst mal kritisch beäugt. Er roch nicht nur zart nach Wald, sondern auch noch kräftig nach Viehtransport. Mutter kommentierte trocken: „Da brauchen wir viel Lametta, sehr viel Lametta!“ Und dazu wurde eine neue Lichterkette beim Elektro-Dennerlein gekauft, wahrscheinlich in der Hoffnung, dass mehr Licht den Baum irgendwie „ethisch“ aufwertet. Nach stundenlangem Drehen, Zerren und Grübeln stand er schließlich in der Ecke neben dem Klavier. Von der Schokoladenseite betrachtet sah er ganz passabel aus. Von den anderen Seiten … nun ja. Kein Kommentar. Aber immerhin hatten Sportler, Volkschor, Sudetendeutsche und Schlesier einen Baum – wenn man stattlich als „ungewöhnlich in Form, und Erscheinung“ definierte. Zum Schluss meinte Vater: „Nächstes Jahr bestellen wir wieder einen – oder zwei – beim Huttarsch.“ Und damit starb die wiederbelebte Böhmerwald-Tradition schneller, als Mutter „Lametta“ hatte rufen können.
Der Reaktionär strebt nicht die vergebliche Wiederherstellung der Vergangenheit an, sondern den unwahrscheinlichen Bruch der Zukunft mit dieser schäbigen Gegenwart.